Gewässerbau ist Architektur für gutes Leben in der Kulturlandschaft.

Seit dem 19. Jahrhundert denkt sich der Umgang mit unseren natürlichen Gewässern linear: Aus Bächen wurden Gerinne, aus Flüssen wurden Vorfluter. Heute erleben wir gravierende Nachteile wie das Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten in den Lebensadern unsere Landschaft; aber auch entwertete Kulturböden. Drainagierte – entwässerte – Böden sind Böden auf Zeit, aufgrund gleichzeitig einsetzender, natürlicher Prozesse. Klimawandel und Raumentwicklung führen zu veränderten Naturgefahren und hohen Schadenpotenzialen in den Siedlungsgebieten.

Gewässerbau basiert deshalb auf naturräumlichen Dynamiken und stellt sie konsequent in Relation zu aktuellen gesellschaftlichen, finanziellen aber auch neuen technischen Möglichkeiten.


Durch wertschätzende Sorgfalt, visionäres Denken und naturwissenschaftliches analysieren werden auch komplexe Problemstellungen durchdrungen. Die Planung und Realisierung ist adaptiv. Dieses Prozzessdesign untescheidet sich von einer klassischen Bauplanung. Die für resiliente Gewässer notwendigen Aufgabenstellungen für die einzelnen Fachplanenden und Ingenieure sind umsichtig aufeinander abgestimmt und die Projekte werden nachvollziehbar.